„Seine Reue war eine Farce“: Chemnitz trennt sich von Frahn

Chemnitz (SID) – Knapp fünf Monate nach dem Skandalspiel hat sich Fußball-Drittligist Chemnitzer FC nun doch von seinem umstrittenen Kapitän Daniel Frahn getrennt. Der aktuell verletzte Profi soll sich laut  Vereinsmitteilung des CFC beim jüngsten Auswärtsspiel in Halle als „großer Sympathisant der rechtsradikalen und menschenverachtenden Gruppierung ‚Kaotic Chemnitz‘ herausgestellt“ haben. Frahn hatte die 1:3-Niederlage seiner Mannschaft am Samstag laut Berichten im Fanblock des Auswärtsteams verfolgt.

„Es gibt null Toleranz für dieses Verhalten“, heißt es in dem Statement des Klubs: „Wir wissen jetzt sicher, dass es die falsche Entscheidung war, ihm nach seinen Unschuldsbeteuerungen seiner eigens zu verantwortenden Aktion am 9. März 2019 weiter das Vertrauen zu schenken. Seine Reue damals war eine Farce.“ 

Frahn habe die Verantwortung als Spieler und Mannschaftskapitän nicht umsetzen können, heißt es weiter, „denn dazu gehört eines mehr, als nur Tore zu schießen und sich bejubeln zu lassen: Haltung.“ Der Verein sehe sich als Bollwerk gegen jedwedes verfassungsfeindliches Gedankengut: „Daniel Frahn, für Sie ist beim Chemnitzer FC kein Platz mehr.“

Im März hatten die umstrittenen Trauerbekundungen für den verstorbenen und mutmaßlich rechtsradikalen Chemnitz-Fan Thomas H. beim Regionalliga-Spiel gegen VSG Altglienicke (4:4) für einen Skandal gesorgt. Frahn hatte nach einem Treffer ein schwarzes T-Shirt mit der weißen Aufschrift „Support your local Hools“ (Unterstütze deine lokalen Hooligans) hochgehalten. Er wurde daraufhin gesperrt und zu einer Geldstrafe verurteilt.