Neuanfang in der Länderspielpause: Holstein Kiel trennt sich auch von Wohlgemuth

Kiel (SID) – Tabula rasa bei Holstein Kiel: Der Fußball-Zweitligist hat sich überraschend von Sportdirektor Fabian Wohlgemuth getrennt. Dies gab die Norddeutschen am Montag ohne Angabe von Gründen bekannt. Auch Trainer Andre Schubert hatten die Schleswig-Holsteiner bereits im September entlassen.

„Wir danken Fabian Wohlgemuth für seine Arbeit, die er für die KSV geleistet hat und wünschen ihm für seine berufliche Zukunft alles Gute“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Tholund. Wohlgemuths Nachfolger beim aktuellen Tabellen-16. wird Rückkehrer Uwe Stöver.

Der 52-Jährige stand bereits von Dezember 2015 bis Mai 2016 als Sportchef bei den Störchen unter Vertrag und stellte einen Großteil des Kaders zusammen, mit dem Kiel in der darauffolgenden Saison den Aufstieg in die 2. Liga schaffte. „Es freut mich ungemein, dass ich nun noch ein zweites Mal bei diesem spannenden Verein an Bord gehen darf“, sagte Stöver, der einen Vertrag bis 2022 erhielt. Bis April hatte er zuletzt für den Ligakonkurrenten FC St. Pauli gearbeitet.

Wohlgemuth war als Nachfolger von Ralf Becker im Juni des vergangenen Jahres nach Kiel gekommen. Er besaß noch einen Vertrag bis 2021. Der 40 Jahre alte Geschäftsführer Sport hatte nach der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen Jahn Regensburg am Sonntag betont, erst einmal mit Interimstrainer Ole Werner weitermachen zu wollen. Bereits nach sechs Spieltagen hatte Wohlgemuth den erst im Sommer verpflichteten Coach entlassen.

Drei Partien später erwischte es nun auch Wohlgemuth. Holstein, in den vergangenen beiden Jahren Dritter und Sechster im Fußball-Unterhaus, wagt in der Länderspielpause einen Neuanfang.

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