Kroos kann sich Karriereende in Madrid vorstellen – Abgang von Bayern nicht bereut

Köln (SID) – Rio-Weltmeister Toni Kroos kann sich ein Karriereende beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid vorstellen. Sein Vertrag bei den Königlichen läuft bis 2023, Kroos wäre dann 33 Jahre alt. „Ich habe definitiv vor, diese drei Jahre bei Real zu sein. Dann ist es ein guter Zeitpunkt mit 33, sich zu hinterfragen: Wie sieht es physisch aus, wie sieht es mit der Motivation aus – habe ich noch Lust weiterzumachen? Und dann mal schauen“, sagte Kroos im Eurosport-Podcast „Das Gelbe vom Ball“.

Der Mittelfeldspieler war 2014 vom deutschen Rekordmeister Bayern München nach Spanien gewechselt. Diesen Abgang habe man bei den Bayern seiner Ansicht nach inzwischen bedauert. „Im Nachhinein kann man sicher sagen, dass es der ein oder andere bereut hat, mich gehen gelassen zu haben. Ich gehöre nicht dazu“, sagte er.

Während der damalige Bayern-Trainer Pep Guardiola als großer Fan des Strategen galt, waren die Bayern nicht bereit, dessen Gehaltsvorstellungen zu erfüllen. „Ich hatte meine feste Ansicht, Bayern hatte seine – und dann geht es eben auch mal auseinander“, sagte Kroos, der mit Real dreimal in Folge (2016 bis 2018) die Champions League gewann.

Seine umstrittenen Aussagen, er halte in Zeiten der Coronakrise einen Gehaltsverzicht nicht für sinnvoll, würde Kroos „heute genauso wiederholen. Jeder, der sich mit dieser Aussage beschäftigt und das auch hinbekommt mit drei Gehirnzellen, weiß auch, wie es gemeint war“, sagte er.

Kroos habe gemeint, es sei besser, „das volle Gehalt zu bekommen, aber mit dem Gehalt vernünftige Sachen zu machen“. Ein Gehaltsverzicht sei eine „Spende ins Nichts“. Inzwischen hat sich Real mit seinen Spielern auf eine Gehaltskürzung von zehn Prozent geeinigt. „Als der Verein dann aber auf uns zu kam, war für uns dann auch klar, dass wir auf einen Teil verzichten, damit dem ein oder anderen Mitarbeiter geholfen wird“, sagte Kroos.