Chemnitzer Insolvenzverwalter Siemon gibt Problemfans Schuld für Rücktritte

Chemnitz (SID) – Insolvenzverwalter Klaus Siemon vom Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC hat die Rücktritte von Sportdirektor Thomas Sobotzik und Trainer David Bergner als Rückschlag für das Insolvenzverfahren bezeichnet und Teilen der Fanszene die Schuld gegeben. „Das ist jetzt noch nicht der K.o., aber nach vorne sind wir dadurch auch nicht gekommen“ sagte Siemon dem SID.

Sein Auftrag als Insolvenzverwalter sei es, geordnete Führungsstrukturen beim CFC zu schaffen. „Die Rücktritte bedeuten einen erheblichen Rückschlag. Verantwortlich für diese Entwicklung ist die Fanszene, die es unterlassen hat, Thomas Sobotzik, aber auch David Bergner in geeigneter Weise den Rücken zu stärken als es notwendig war“, betonte Siemon.

Siemon sprach davon, dass eine „sportlich überaus erfolgreiche Phase der Sanierung“ nun „in bedauerlicherweise zu Ende“ gehen würde. Der Chemnitzer FC hatte trotz Insolvenzverfahrens im Sommer die Rückkehr in die 3. Liga geschafft, dort aber stehen die Himmelblauen nach drei Punkten aus sieben Spielen auf dem 19. Tabellenplatz.