Bayer-Athletiktrainer: „Zwei Wochen kann man Fitness gut erhalten“

Leverkusen (SID) – Der Athletiktrainer von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat Einblicke in das Heimtraining der Werkself-Profis während der Zwangspause aufgrund der Coronavirus-Pandemie gegeben. Im Home Office könne die Mannschaft „zwei Wochen die Fitness ganz gut erhalten, danach wird es schwierig. Deshalb sollten wir so schnell wie möglich wieder in die fußballspezifischen Abläufe kommen“, sagte Schahriar Bigdeli im Interview mit dem Vereins-TV.

„Wir planen gerade mit dem Trainingsstart am 1. April. Aber wir müssen alles umdenken, falls es länger dauert“, führte der Fitnessexperte aus. Verschiedene Szenarien seien bereits ausgearbeitet. Bigdeli zeigte sich hierbei überzeugt, die Spieler notfalls auch beim Training in kleinen Gruppen „auf ein Wettkampfniveau zu bringen“. Das Kontaktverbot für mehr als zwei Personen gilt allerdings vorläufig bis zum 5. April. An dieses sind auch Profisportler im Trainingsbetrieb gebunden, das bestätigte Nordrhein-Westfalens Staatskanzlei am Montag dem SID.

Alle Bayer-Profis haben ein Laufband erhalten, zudem einen GPS-Sender und eine Weste, mit der auch die Herzfrequenz ermittelt wird. Die Trainingspläne umfassen laut Bigdeli ein Aufwärmprogramm, Stabilisation, Kräftigung, Laufen und Beweglichkeit. Der Trainingsumfang umfasse etwa 50 Minuten. „Wenn es bei der kleinen Pause bleibt, ist es ein Vorteil“, fügte Bigdeli an, die Spieler könnten mental und körperlich herunterfahren.

Ein baldiger Trainingseinstieg erscheint aber zumindest fraglich. Am Dienstagnachmittag empfahl das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) den Vereinen der 1. und 2. Bundesliga, die Zwangspause mindestens bis zum 30. April zu verlängern. Kommende Woche kommen Vertreter der 36 Klubs zu einer außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung zusammen. Dass die Empfehlung angenommen wird, gilt als Formsache. In der Bundesliga ruht seit dem 13. März der Ball.