Trainer-Entlassungen 2014/2015 tippen

Jens Keller, Mirko Slomka, Kasper Hjulmand oder vielleicht doch Pep Guardiola – welcher Trainer muss in der Saison 2014/2015 als Erster seinen Stuhl räumen? Theoretisch gesehen kann es jeden der 18 Übungsleiter aus der Bundesliga treffen, führt doch ausbleibender sportlicher Erfolg stets zu Diskussionen oder meist sogar zu Entlassungen. Denn wie es in einer alten Fußball-Floskel so schön heißt: „Der Trainer ist immer das schwächste Glied der Kette“, muss der Coach bei anhaltender Misere seinen Kopf hinhalten.

Die spannende Frage, welcher Bundesliga-Trainer nun als Erster gefeuert wird, nehmen auch die Buchmacher auf und offerieren attraktive Quoten auf den richtigen Tipp. Wettmaxx.com möchte Euch diese Langzeitwette natürlich nicht vorenthalten und analysiert die Kandidaten sowie deren Wahrscheinlichkeit entlassen zu werden. Dazu gibt’s wie immer die besten Quoten, die wir an jedem Spieltag entsprechend aktualisieren.

Mirko Slomka (Hamburger SV)

Banger Blick. Muss Hamburgs Mirko Slomka als erster Trainer 2014/2015 gehen? Imago

Bei HSV-Coach Mirko Slomka bestand sogar schon die Gefahr, dass er noch in der Sommerpause gefeuert werden würde. Im Zuge der Inthronisierung vom neuen Vorstands-Chef Beiersdorfer hieß es, die Hamburger würden den Trainer gern austauschen. Der Name Thomas Tuchel machte in der Hansestadt immer die Runde. Letztlich sprach Beiersdorfer Slomka das Vertrauen aus. Vorläufig. Denn so richtig gestärkt ist seine Position nach der vergangenen Saison, als sich der HSV erst in der Relegation rettete, keineswegs. Das mühevolle Pokal-Weiterkommen gegen Drittligist Cottbus (nach Elfmeterschießen) dürfte ebenfalls nicht dazu führen, dass die Diskussionen in der ohnehin unruhigen Hamburger Medienlandschaft aufhören. Anders als in der Vorsaison, als Slomka die Mannschaft erst im Februar übernahm, hatte er vor dieser Spielzeit Einfluss auf die Kader-Gestaltung. In Behrami, Müller, Ostrozlek, Cleber und Lasogga hat Slomka seine gewünschten Verstärkungen bekommen. Nun liegt es an ihm, Ergebnisse zu liefern. Übertriebene Saisonziele wie Europa League werden zwar nicht anvisiert, doch ein solider Mittelfeldplatz wird angestrebt. Sollte Hamburg schlecht starten, könnte nach den Erfahrungen der vergangenen Spielzeit die schnelle Trennung erfolgen. Zumal da ja auch noch der Name Tuchel über Hamburg schwebt. Für mybet ist Slomka dennoch nicht Top-Favorit auf die erste Entlassung. Die Quote: 8,00.

Kasper Hjulmand (Mainz 05)

Aus in der Europa-League-Qualifikation, Pokal-Blamage in Chemnitz – viel schlechter hätte der Einstand für Mainz‘ neuen Trainer Kasper Hjulmand kaum laufen können. Dabei hat es der Däne ohnehin schon schwer genug, tritt er doch das Erbe des bei den Fans sehr beliebten Thomas Tuchel an, der die Nullfünfer zweimal Richtung Europa führte. Als dänischer Meister sowie 2maliger Pokalsieger kam Hjulmand mit vielen Vorschusslorbeeren nach Rheinhessen und will dort eine neue Spiel-Philosophie entwickeln. Trotz der schlechten Ergebnisse wackelt sein Stuhl noch nicht, ticken die Uhren in Mainz doch etwas anders als im Rest der Bundesliga. Die Verantwortlichen sind von Hjulmand überzeugt und erlauben auch mehrere Niederlagen am Stück. Nach dem unerwarteten Ausscheiden aus beiden Wettbewerben, wollen Heidel, Strutz und Co. aber in der Liga Fortschritte sehen. Falls nicht, kann’s auch im beschaulichen Mainz ein Kasper(l)-Theater geben. Mybet stuft ihn als Favorit auf die erste Entlassung ein und bietet eine 5,00-Quote. Anders sieht es betsafe und eine stolze 24,00-Quote offeriert.

Jens Keller (Schalke 04)

Favorit. Schalkes Jens Keller gilt als aussichtsreicher Kandidat auf eine Entlassung. Imago

Obwohl Jens Keller in der vergangenen Saison mit Schalke 04 die direkten Qualifikation für die Champions Leauge erreichte und mit vielen jungen Spielern neue Identifikation mit Fans herstellte, reißen die Diskussionen um ihn nicht ab. Ursprünglich nur als Interimslösung gedacht, konnte sich Keller zwar mit sportlichen Erfolgen halten, doch Überlegungen über eine langfristige Zusammenarbeit gab es von den Verantwortlichen noch nicht. Kellers bis 2015 laufender Vertrag wurde noch nicht verlängert und nach dem peinlichen Pokal-Aus bei Drittligist Dresden stärkte Manager Heldt dem Trainer nicht den Rücken. „Wir werden in aller Ruhe einen Zeitpunkt finden und uns dem Thema annehmen. Dann werden wir uns erklären“ vermied Heldt bei kicker.de ein klares Bekenntnis zum Trainer. Angesichts des schweren Auftaktprogramms gegen 3 Top-Teams in den ersten 6 Spielen könnten Kellers Tage auf Schalke noch im Herbst gezählt sein. Zumal die Abfindung bei der Restlaufzeit des Vertrags bis Juni 2015 vergleichsweise gering ausfallen dürfte. Fliegt Keller als Erster, bekommt Ihr bei mybet das 8fache des Einsatzes.

Thomas Schaaf (Eintracht Frankfurt)

Thomas Schaaf galt viele Jahre als das Synonym für Unkündbarkeit, überstand er doch mit Werder Bremen selbst die größten Krisen. Bis 2013. Dann galten auch für Schaaf die Mechanismen im Profi-Sport – wie Trainerentlassungen gerne umschrieben werden. Bei seiner neuen Station in Frankfurt muss das Bremer Urgestein nun beweisen, dass es auch in ungewohntem Umfeld erfolgreich arbeiten kann. Die Voraussetzungen sind nach den Abgängen der Leistungsträger Jung, Rode, Schwegler sowie Josélu alles andere als einfach, zumal die gewünschten Offensiv-Kräfte Valdez und Seferovic erst gegen Ende der Vorbereitungsphase zur Mannschaft stießen. In Heribert Bruchhagen hat Schaaf aber einen Vorgesetzten in seinem Rücken, der nicht für Schnellschüsse bekannt ist und dem Neu-Trainer die Zeit gibt, eine Mannschaft aufzubauen. Bei den Wett-Anbietern zählt Schaaf nicht zu den Top-Kandidaten für die erste Entlassung. Betsafe taxiert die Quote bei 31,00.

Robin Dutt (Werder Bremen)

Wackel-Kandidat. Übersteht Robin Dutt die Saison auf der Werder-Bank? Imago

An der Weser trag Robin Dutt im Vorjahr das schwere Erbe von Legende Thomas Schaaf anund führte die Hanseaten nach langem Abstiegskampf am Ende doch ins sichere Fahrwasser. Die chronisch klammen Bremer mussten vor dieser Saison allerdings erneut den Wegfall einiger Leistungsträger wie Aaron Hunt verschmerzen, die nicht adäquat ersetzt wurden. Im Pokal gab es immerhin einen kleinen Aufwärtstrend. Zum ersten Mal seit 4 Jahren überstand Werder die 1.Runde – wenngleich alles andere als überzeugend. Erst nach Verlängerung gelang gegen Viertligist Illertissen ein Sieg. Dutt, der 2005 als Jahrgangsbester seinen Trainer-Schein erwarb, erhält von Thomas Eichin hohe Wertschätzung. „Ich bin davon überzeugt, dass Robin Dutt 20 Prozent mehr aus der Mannschaft herauskitzeln kann“ erklärte der Werder-Sportchef in SportBild [Bundesliga Sonderheft, 2014/2015]. Mit dem anvisierten Saisonziel Platz 9 setzt er seinen Übungsleiter aber gleichwohl unter Druck, gilt die Bremer Mannschaft vom Leistungsvermögen doch eher als Kandidat fürs untere Mittelfeld. Sollte der ehemalige DFB-Sportdirektor Dutt dem Druck nicht standhalten und als Erster entlassen werden, zahlt betsafe mit dem 10fachen zurück.

Tayfun Korkut (Hannover 96)

Die Installation von Tayfun Korkut als 96-Coach kam im Januar schon überraschend, hatte den ehemaligen türkischen Nationalspieler doch nicht einmal die Fach-Medien auf dem Zettel. Korkut wusste aber zu überzeugen und führte Hannover vom 13. Platz mit Abstiegstendenz am Ende – mit 15 Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone – zum souveränen Klassenerhalt. Für diese Spielzeit richten die ambitionierten Niedersachsen den Blick weiter nach oben. Platz 9 ist das Mindestziel, Boss Kind schielt sogar nach Europa. Angesichts der zahlreiche Abgänge wie Diouf, Ya Konan oder Huszti kein einfaches Unterfangen. Korkut muss sowohl einen Umbruch einleiten – ohne sportlich in gefährdete Regionen zu rutschen. Das trauen ihm nicht alle zu. Für mybet ist er heißester Anwärter auf die erste Entlassung, was die Quote von 5,00 belegt.

Veh, Guardiola oder Klopp – gibt’s eine Überraschung?

Muss sich Pep Guardiola Gedanken über seinen Job als Bayern-Coach machen? Imago

Mit Armin Veh kehrte ein Hoffnungsträger zum VfB Stuttgart zurück, dem gleich mit hoher Erwartungshaltung begegnet wird. Als Meister-Trainer von 2007 soll er die Schwaben möglichst schnell wieder nach oben führen. Nach der enttäuschenden Vor-Saison, als der VfB nur knapp dem Abstieg entging, würde etwas mehr Realismus gut tun, was Veh auch der Esslinger Zeitung bestätigte. „Da ist manchmal ein bisschen Demut gut“ fordert der Coach, keine Wunderdinge zu erwarten. Für die Buchmacher wäre eine Veh-Entlassung keine Überraschung, was die betsafe-Quote von 8,00 zeigt. Wir stufen seinen Job trotz des Pokal-Aus allerdings als sicher ein. Veh genießt das Vertrauen des Präsidiums und Sportchef Bobic müsste bei einer Entlassung seines Trainers wohl gleich mitgehen. Schließlich ist der neue Coach bereits der Sechste in seiner erst 4jährigen Amtszeit als Sportdirektor. Bei betsafe bekommt Ihr bei richtigen Wetten auf Pep Guardiola als ersten geschassten Trainer das 80fache zurück. Unwahrscheinlich? Ja – mit Einschränkung. Bei keinem anderen Verein in Deutschland ist der Mediendruck so hoch wie in München. Vergangene Erfolge zählen nicht. Das mussten auch schon Louis van Gaal leidvoll erleben. Aller Treuebekenntnisse von Rummenigge und Co. zum Trotz – verpatzen die Bayern den Bundesliga-Start und finden nicht zu ihrem Spiel, ist auch ein Welt-Trainer wie der Spanier nicht zu halten. Anders sieht die Lage beim Meister-Rivalen aus Dortmund aus. Jürgen Klopp hat den wohl sichersten Trainer-Posten der Liga. Kürzlich seinen Vertrag verlängert, gilt der emotionale Coach als unkündbar. Beim BVB sind die Ziele wesentlich niedriger gesteckt, sodass auch Schwächephasen erlaubt werden. Die Quote mit 100 (mybet) entsprechend hoch.

Unser Tipp: Schalkes Jens Keller muss als Erster gehen.