Round-Up 28. Spieltag

Ein überraschender Punktverlust für den Meister, Enttäuschung in Stuttgart und Ernüchterung beim Club. Während die Bayern das 3:3 gegen Hoffenheim locker verschmerzen können, ziehen sich die Abstiegswolken über Stuttgart immer weiter zu. Trotz 2:0-Führung unterlag die Stevens-Truppe Borussia Dortmund mit 2:3. Ein echten Abstiegskrimi gab’s im Breisgau. Nürnberg gastierte beim SC Freiburg und stand trotz zweimaliger Führung am Ende mit leeren Händen da.

FC Schalke 04 – Hertha BSC – 2 : 0 (1 : 0)

Klaas-Jan Huntelaar trifft zum 2:0-Endstand. Getty Images

Der FC Schalke 04 fuhr am Freitagabend die nächsten drei Punkte in Richtung „Königsklasse“ ein. Durch Treffer von Obasi (16. Minute) und Jan-Klaas Huntelaar (46. Minute) sicherten sich die „Knappen“ den Sieg gegen weitestgehend ungefährliche „Herthaner“, die allerdings in der 80. Minute Pech hatten, dass ein reguläres Tor von Innenverteidiger Langkamp wegen vermeintlichen Fouls zurückgepffien wurde. Der S04 belegt durch den Sieg weiterhin den dritten Tabellenplatz, während die Berliner von Platz Neun auf Platz Zehn rutschen.

 

Leverkusen – Braunschweig – 1 : 1 (0 : 0)

Nervenstark. Stefan Kießling markiert vom Elfmeterpunkt den 1:1-Ausgleich. Getty Images

Eine Woche nach dem wie ein Befreiungsschlag wirkenden 3:1-Auswärtssieg in Augsburg gab es für die Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen gleich wieder einen Rückschlag. Die „Werkself“ kam am Samstag nicht über ein 1:1 hinaus und das obwohl der Gegner Eintracht Braunschweig hieß. Für eine Mannschaft mit Champions League Ambitionen sind Ergebnisse wie diese natürlich zu wenig, die Braunschweiger hingegen freuen sich über einen wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.

 

VfL Wolfsburg – Eintracht Frankfurt – 2 : 1 (0 : 1)

Die Wolfsburger de Bruyne (l.) und Caliguiri (r.) feiern ihren Siegtorschützen Naldo. Getty Images

Der VfL Wolfsburg zeigte am Samstag eine starke Leistung und gewann gegen EintrachtFrankfurt mit 2:1. Die Tore für die „Wölfe“ erzielten Ivica Olic (69. Spielminute) sowie Interims-Kapitän Naldo mit einem Last-Minute-Treffer aus über 30 Metern (89. Spielminute). Die Frankfurter gingen bereits früh durch das vierte Saisontor von Stefan Aigner in Führung (11. Spielminute), schafften es im weiteren Verlauf des Spiels jedoch nicht ihre Führung zu verteidigen. Der VfL hat jetzt nur noch einen Punkt Rückstand auf Bayer 04 Leverkusen, sodass sich das gesteckte Saisonziel Champions League Qualifikation in greifbarer Nähe befindet.

 

VfB Stuttgart – Borussia Dortmund – 2 : 3 (2 : 1)

Matchwinner. Marco Reus markiert hier per Elfmeter das zweite seiner insgesamt drei Tore. Getty Images

Ein verrücktes Spiel gab es zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund, wobei die Hausherren sich nach ihrer zwischenzeitlichen 2:0-Führung sicherlich nichts außer den Abpfiff herbeigesehnt hätten. Die Dortmunder starteten schlecht in die Partie und gerieten durch Gegentreffer der Stuttgarter Gentner und Harnik gleich doppelt in Rückstand. Der VfB hatte die Rechnung an diesem Tag jedoch ohne DFB-Nationalspieler Marko Reus gemacht. Reus drehte die Begegnung mit seinen drei Treffern (30. / 68. / 83. Minute) nahezu im Alleingang und sorgte am Ende dafür, dass Trainer Jürgen Klopp doch noch einen Grund zur Freude hatte.

 

FC Bayern München – 1899 Hoffenheim – 3 : 3 (3 : 2)

Hoffenheim-Keeper Grahl fliegt umsonst. Der Schuss von Shaqiri schlägt gleich im Tor ein. Getty Images

Eine Woche nach dem Gewinn der frühesten deutschen Meisterschaft aller Zeiten musste sich der FC Bayern fast Gedanken um seine bisherige „weiße Weste“ machen (keine Niederlage in 27 Spielen). Mit dem Gast aus Hoffenheim hatten Lahm und Co. an diesem Nachmittag jedoch einen gleichwertigen Gegner vor der Brust, weshalb der Endstand von 3:3 auch voll in Ordnung geht. Bei den Münchenern war Claudio Pizzaro der Mann des Spiels. Der Peruaner erzielte zwei Tore (31. / 40. Minute) und bereitete dazu den Treffer von Xherdan Shaqiri (34. Minute) vor. Die Hoffenheimer gingen durch das zwölfte Saisontor von Anthony Modeste in Führung (23. Minute), lagen zwischenzeitlich mit 1:3 hinten und schafften am Ende durch Salihovic und den starken Roberto Firmino tatsächlich noch den Ausgleich. Diesen Punkt haben sich die Kraichgauer eindeutig verdient.

 

FSV Mainz 05 – FC Augsburg – 3 : 0 (2 : 0)

Innenverteidiger mit Offensivdrang. Niko Bungert trifft zur Mainer Führung. Getty Images

Der 1. FSV Mainz 05 zeigte sich am Samstag mal wieder von seiner heimstarken Seite und bezwang den Gegner aus Augsburg mit 3:0. Der Mainzer Sieg war hierbei zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Treffer für den FSV erzielten Verteidiger Nico Bungert (23. Spielminute), der Augsburger Marwin Hitz per Eigentor (38. Minute) sowie Johannes Geis  (83. Minute). Die Mainzer belegen nun mit 44 Punkten den siebten Tabellenplatz und dürfen weiterhin auf einen möglichen Europa League Startplatz hoffen.

 

SC Freiburg – 1. FC Nürnberg – 3 : 2 (1 : 2)

Nicht abheben. Freiburg und Felix Klaus sind trotz des Sieges noch nicht gerettet. Getty Images

Der SC Freiburg hat im Rahmen des Samstagabendspiels den nächsten Heimsieg perfekt gemacht und damit wichtige Punkte zur Sicherung des Klassenerhalts eingefahren. Die Freiburger lagen im Kellerduell mit dem 1. FC Nürnberg bis zur 53. Minute mit 1:2 hinten, dann jedoch wurde die Begegnung durch Treffer von Mehmedi und Felix Klaus (65. Minute) doch noch gedreht. Für die Nürnberger ist dieser Spielverlauf natürlich bitter, der SC Freiburg konnte tabellentechnisch einiges gutmachen und hat jetzt immerhin fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.