Round-Up 31. Spieltag

Das Oster-Wochenende ist beendet und alle 18 Bundesligisten haben den 31. Spieltag hinter sich gebracht. Drei Wochen vor Saisonende bleibt dabei insbesondere der Abstiegskampf weiter spannend, wobei Werder Bremen, Hannover 96 und der SC Freiburg so gut wie durch sind. Unter den Topmannschaften zählen der BVB, Bayer 04 Leverkusen und der VfL Wolfsburg zu den Gewinnern des Spieltags. Die Dortmunder haben mit einem Sieg gegen Mainz die direkte Champions League Qualifikation perfekt gemacht, während die Teams von Leverkusen und Wolfsburg ihren Europa League Platz festigen konnten.

Eintracht Frankfurt – Hannover 96 – 2 : 3 (1 : 3)

Hannovers Didier Ya Konan (l.) überwindet Frankfurt-Keeper Kevin Trapp zum 3:1. Getty Images

Die erste Begegnung des 31. Spieltags fand bereits am Donnerstagabend zwischen Eintracht Frankfurt und Hannover 96 statt. Die 96er zeigten von Beginn an eine starke Leistung und gingen bereits in der zweiten Spielminute durch Leon Andreasen in Führung. In der 13. Minute gelang es den Hausherren in Person von Martin Lanig den Ausgleich zu erzielen. Dies sollten jedoch nicht die einzigen Treffer der ersten Halbzeit gewesen sein, denn die Hannoveraner Lars Stindl (20.) und Didier Ya Konan (29. Minute) sorgten dafür, dass die Gäste mit einem Halbzeitstand von 3:1 in die Pause gingen. In der zweiten Hälfte schaffte es die Eintracht zwar noch den 2:3-Anschlusstreffer zu erzielen. Das Kopfballtor von Alexander Meier, das in der 68. Minute fiel, war jedoch der letzte Treffer an diesem Abend.

SV Werder Bremen – 1899 Hoffenheim – 3 : 1 (1 : 1)

Der Jubel kennt keine Grenzen. Die Bremer Spieler feiern den fast sicheren Klassenerhalt. Getty Images

Der SV Werder besiegte die Mannschaft von 1899 Hoffenheim am Ende mit 3:1, das vermeintlich hohe Ergebnis spiegelt hier allerdings nicht den Spielverlauf wieder. In der dritten Spielminute gab es gleich eine „kalte Dusche“ für die Bremer Defensivabteilung, denn der Hoffenheimer Kevin Volland zeigte sich eiskalt vor dem gegnerischen Tor und erzielte den 1:0-Führungstreffer. Die Bremer kamen in der 18. Spielminute durch einen Sonntagsschuss von Philipp Bargfrede zum Ausgleich, bis zur Schlussviertelstunde gab es keine weiteren Treffer. In der 78. Spielminute gingen die Bremer nach einer Ecke von Aaron Hunt dank Santiago Garcia in Führung. Diese Führung konnte aufgrund eines gehaltenen Foulelfmeters in der 86. Minute auch verteidigt werden, bis Stürmer Nils Petersen in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Vorsprung für die Grün-Weißen ausbaute und das 3:1 erzielte. Für die Bremer ein enorm wichtiger Sieg, der den Klassenerhalt quasi besiegelt.

Eintracht Braunschweig – FC Bayern München – 0 : 2 (0 : 0)

Die Entscheidung. Bayerns Mario Mandzukic (r.) markiert das 2:0. Getty Images

Auch wenn der FC Bayern München am Samstagnachmittag mit 2:0 gegen Eintracht Braunschweig gewinnen konnte, der amtierende deutsche Meister und Champions League Halbfinalist hat sich im Duell gegen den Tabellenletzten wahrlich nicht mit „Ruhm“ bekleckert. Die Bayern zeigten bis zur 75. Spielminute ein ideen- und leidenschaftsloses Spiel und hatten dabei sogar Glück, dass die Braunschweiger ihre Torchancen nicht konsequent genutzt haben. Durch Treffer von Routinier Claudio Pizarro (75.) und Top-Torjäger Mario Mandzukic gingen die Münchener am Ende als Sieger vom Platz, gegen Champions League Gegner Real Madrid sollten die Münchener am kommenden Mittwochabend jedoch anders auftreten, wenn sie im Madrider Santiago Bernabeu eine gute Ausgangsposition erspielen wollen.

FC Augsburg – Hertha BSC Berlin – 0 : 0 (0 : 0)

Maskenmann. Augsburgs Tobias Werner spielt trotz Augenhöhlenbruch. Getty Images

Einen lahmen Osterkick gab es am Samstagnachmittag zwischen dem FC Augsburg und Hertha BSC Berlin. Dieses Spiel hat nicht sonderlich viele Worte verdient, denn beide Mannschaften spielten insgesamt unter ihren Möglichkeiten und traten über weite Phase der Begegnung offensiv überhaupt nicht in Erscheinung. Einzig Tobias Werner stach positiv hervor. Und das obwohl der Flügelflitzer arg gehandicapt in die Partie ging. Nach seinem Augenhöhlenbruch vor drei Wochen lief Werner mit einer speziellen Carbon-Maske auf. Das Remis hilft beiden Teams tabellentechnisch nicht sonderlich weiter, wobei der FC Augsburg bei vier Punkten Rückstand noch auf Rang 7 schielen kann, der in diesem Jahr zu Teilnahme an der Europa League berechtigt.

SC Freiburg – Borussia M’gladbach – 4 : 2 (0 : 1)

Elfer-Killer. Oliver Baumann macht sich lang und pariert den Strafstoß von Gladbach Daems. Getty Images

Zu einer verrückten und äußerst ereignisreichen Begegnung kam es am Samstag zwischen dem SC Freiburg und Borussia M’gladbach. Die Gladbacher kamen von Beginn an wesentlich besser in die Begegnung und gingen infolgedessen in der neunten Spielminute durch Patrick Herrmann in Führung. Die 1:0-Führung hatte bis zur 51. Minute Bestand, dann war es der Freiburger Admir Mehmedi der den wichtigen Ausgleich erzielte. Dieser Treffer schien für die Hausherren wie eine Befreiung zu sein, denn in den letzten 30 Spielminuten drehten die Breisgauer richtig auf. Doch Gladbach hatte die große Chance auf die erneute Führung. Filip Daems scheiterte vom Elfmeter-Punkt aber an SC-Keeper Baumann. Besser machte es Freiburg. Durch Treffer von Oliver Sorg (71.) und Vladimir Darida (72.) konnte die Begegnung innerhalb von nur wenigen Minuten gedreht werden. In der 87. Spielminute erhöhte Mehmedi mit seinem zweiten Treffer dann sogar noch auf 4:1. Das 2:4 von Nordveidt war nur noch Makulatur.

1. FC Nürnberg – Bayer 04 Leverkusen – 1 : 4 (1 : 1)

Keine Chance. Nürnbergs Schäfer kann den Schuss von Leverkusens Boenisch nicht abwehren. Getty Images

Im ersten Sonntagsspiel konnte Bayer 04 Leverkusen mit 4:1 beim 1. FC Nürnberg gewinnen. Die erste Halbzeit der Begegnung verlief noch relativ ausgeglichen und endete nach einem Treffer von Emir Spahic (16.) sowie dem Ausgleich des Nürnbergers Marvin Plattenhardt (26.) mit 1:1. Im zweiten Durchgang zeigten die Leverkusener der Nürnberger Defensive dann jedoch ihre Grenzen auf. Sebastian Boenisch (48.), erneut Emir Spahic (80.) sowie Roberto Hilbert (87.) trafen für die „Werkself“ und sorgten für den 4:1-Endstand. Leverkusen hat damit beste Karten auf Rang Vier, während der „Club“ den Klassenerhalt wohl nur noch über den Relegationsplatz schaffen könnte.

VfB Stuttgart – FC Schalke 04 – 3 : 1 (1 : 0)

Erlösung. Stuttgarts Cacau trifft zum ersten Mal seit 19 Monaten wieder ins Tor. Getty Images

Zum Abschluss des 31. Spieltags gab es in der Begegnung VfB Stuttgart gegen FC Schalke 04 gab es noch einmal eine Überraschung. Die Schalker, die als Favorit in die Begegnung gehen, verloren mit 1:3 gegen starke Schwaben, die sich wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg erspielt haben. Erfrischend aufspielende Stuttgarter wollten die Patzer der Abstiegskonkurrenz aus Hamburg, Nürnberg und Braunschweig nutzen. Ausgerecht ein gebürtiger Hamburger avancierte zum Matchwinner. Martin Harnik markierte zwei der drei VfB-Treffer. Den anderen erzielte ein ehemaliger Nationalspieler, der fast schon in der Versenkung verschwunden war. Cacau rechtfertige seinen Startelfeinsatz mit dem zwischenzeitlichen 2:0. Das 1:3 aus Schalke-Sicht durch Szalai war nur noch Ergebniskosmetik.