Review: Hamburger SV – VfL Wolfsburg

Der Hamburger SV empfing anlässlich des Oster-Spieltags am Samstagabend den VfL Wolfsburg in einem Spiel um drei wichtige Punkte für den Ligaverbleib. Den Beginn der Partie haben sich die Hanseaten jedoch sicherlich anders vorgestellt, denn die Gäste aus Wolfsburg gingen bereits nach 93 Sekunden durch einen Treffer von Ivan Perisic (2. Spielminute) in Führung. Der HSV zeigte sich daraufhin sichtlich schockiert, wobei sich die Offensivabteilung der „Wölfe“ von Beginn an kreativ und spielstark präsentierte.

Nur Adler überzeugt

HSV-Keeper Rene Adler wurde in den ersten 30 Spielminuten gleich mehrere Male auf sein Können getestet, schaffte es jedoch, unter anderem bei Großchancen von Maximilian Arnold und De Bruyne, einen höheren Rückstand zu verhindern. Der HSV stabilisierte sich mit der Zeit, erspielte sich ohne seinen verletzten Spielmacher Rafael van der Vaart jedoch keine zwingenden Torchancen. Der starke Ivica Olic, der wie so oft durch Fleiß und Einsatzwillen zu überzeugen wusste, brachte De Bruyne mit seiner Vorarbeit in die passende Schussposition. Der Belgier tauchte in der 42. Spielminute vor Adler auf und schlenzte den Ball gekonnt am HSV-Schlussmann vorbei. Der VfL ging anschließend erhobenen Hauptes vom Platz, während die Hamburger ratlos und von Pfiffen begleitet in die Kabine schlichen.

Die Entscheidung. Ivica Olic markiert gegen indisponierte Hamburger das 3:0. Getty Images

Kurz nach Wiederanpfiff brannte es erneut im Hamburger Strafraum und Rene Adler musste den Ball ein weiteres Mal aus dem Tornetz fischen. Der Kroate Ivica Olic erhöhte in der 49. Spielminute nach einer Vorarbeit von Kapitän Naldo auf 3:0 und erzielte dabei sein 13. Saisontor. Mit einem Treffer und einem Assist war der Ex-Bayernspieler der beste Mann auf dem Platz. Der Spielstand von 3:0 schien bereits wie eine Vorentscheidung, vor allem unter Anbetracht der Tatsache, dass die Körpersprache einiger HSV-Akteure nicht sonderlich entschlossen wirkte. In der 58. Spielminute kam der HSV durch eine starke Einzelleistung von Mittelfeldspieler Ivo Illicevic dann jedoch zum 1:3-Anschlusstreffer.

Knapp dem Debakel entgangen

Frust pur. Auch Hakan Calhanoglu konnte gegen Wolfsburg nichts bewirken. Getty Images

In den letzten 30 Minuten rannte der HSV weiter an, die „Wölfe“ zeigten jedoch einen hervorragenden Konterfußball und kamen dadurch noch einige Male gefährlich vor das Hamburger Tor. Der VfL Wolfsburg hätte am Ende noch wesentlich höher gewinnen können, brandgefährlich waren auch zwei Fernschüsse von VfL-Abräumer Luiz Gustavo, die nicht von Rene Adler, jedoch von Pfosten (73.) und Latte (82. Spielminute) abgewehrt wurden. Der Brasilianer zeigte genau wie Olic, De Bruyne und Co. eine starke Partie, bestrafte sich jedoch kurz vor Abpfiff mit einer unnötigen gelb-roten Karte selbst (Handspiel, 90. Minute).

Fazit zu Hamburger SV – VfL Wolfsburg am 19.04.14

Am Ende gewannen die „Wölfe“ vollkommen verdient mit 3:1. Die Wolfsburger kletterten durch den Sieg vorerst auf den vierten Tabellenplatz und haben Stand Samstagabend zwei Punkte Vorsprung auf Bayer 04 Leverkusen. Für den „Bundesliga-Dino“ wird die Luft im Tabellenkeller immer dünner. Für die kommenden drei Spieltage ist daher der pure Abstiegskampf angesagt. Das Restprogramm des HSV ist mit Spielen gegen den FC Augsburg, Bayern München und dem 1. FSV Mainz 05 dazu alles andere als einfach.