Review: Bor. Dortmund – FSV Mainz 05

Nach der erfolgreichen Qualifikation für das DFB-Pokalfinale unter der Woche (2:0 gegen Wolfsburg) konnte Borussia Dortmund eine weitere Zielsetzung finalisieren. Die Qualifikation zur Champions League (mindestens Platz 3) ist den Borussen durch den verdienten 4:2-Sieg über Mainz auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Kleines Trostpflaster für die 05er: die fixe Qualifikation der beiden DFB-Pokalfinalisten Dortmund und Bayern bedeutet die Eingliederung des siebten Tabellenplatzes in die Qualifikationsrunde der Europa League. Diesen konnte Mainz trotz der Niederlage mit vier Punkten Vorsprung verteidigen.

Dortmund am Drücker

Die Borussen begannen forsch und bedrängten Mainz bereits in den ersten Minuten. Marco Reus scheiterte nach einem Freistoß am Pfosten (3.), bevor eine Ecke von ihm zunächst vor den Strafraum geklärt werden konnte. Von dort schoss Milos Jojic den Ball aber ins Netz (6.). Reklamationen der Mainzer Mannschaft auf ein Handspiel von Oliver Kirch wurden von Schiedsrichter Markus Schmidt abgewiesen, obwohl die zurückziehende Hand den Ball abfälschte. Dortmund blieb am Drücker und beschäftigte die Mainzer hauptsächlich in der Defensive. Reus resümierte nach dem Spiel vor den Mikrofonen der ARD-Sportschau: „In den ersten 30 Minuten haben wir Fußball gespielt, haben Gegenpressing gespielt und Mainz kaum zur Entfaltung kommen lassen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.“ Zunächst keinen Erfolg hatte Henrikh Mkhitaryan bei der nächsten Chance (12.). Aber Mainz versteckte sich nicht und nutzte seine Chancen. Bereits zwei Minuten später glich Shinji Okazaki mit einem abgefälschten Fernschuss aus 20 Metern zum 1:1 aus. Die passende Antwort lieferte der eben noch gescheiterte Mkhitaryan mit einem Querpass auf Robert Lewandowski. Im Duell gegen Torhüter Loris Karius setzte dieser sich durch und traf zum 2:1-Pausenstand (18.).

Überall zu finden. Zwei Tore erzielt und eins verhindert. Mainz‘ Shinji Okazaki. Getty Images

Vor allem Dortmund versäumte es, den Vorsprung bereits in der ersten Halbzeit deutlicher zu gestalten. Nach der Pause brachte Thomas Tuchel mit den Einwechslungen von Benedikt Saller und Shawn Parker frischen Wind auf das Spielfeld. Die ersten Möglichkeiten hatten noch die „Alten Bekannten“ der Hausherren, Reus (48.) und Lewandowski (52.). Das erste Tor nach Wiederanpfiff fiel aber für die Gäste. Mit einem katastrophalen Rückpass lieferte Nuri Sahin die ungewollte Steilvorlage für das zweite Tor von Okazaki. Der erneute Ausgleich wurde aber wiederum postwendend beantwortet. Reus stellte erneut seine aktuell herausragende Form unter Beweis und fand mit einem Freistoß Lukasz Piszczek, der mit dem Kopf verwandelte (56.).

Schreckgespenst Reus spukt erneut

Die Entscheidung. Marco Reus bleibt cool und verwandelt den Handelfmeter sicher zum 4:2. Getty Images

Das direkt im Anschluss nicht noch weitere Treffer folgten, verdankten die Gäste ihrem Torhüter. Karius parierte in der 63. und 64. Spielminute gleich zweimal gegen Lewandowski und in der 86. und 87. gegen den später eingewechselten Pierre-Emerick Aubameyang. In der Zwischenzeit schlug das Mainzer „Schreckgespenst“ Reus zu. Mit einem grandiosen Pass in Szene gesetzt, ließ Lewandowski Karius aussteigen und scheiterte am Ende nur an der Hand von Niko Bungert. Dieser wurde in der Folge mit der Roten Karte vom Platz verwiesen. Den fälligen Strafstoß trat der Passgeber Reus selbst und schoss sein siebtes Tor im zehnten Spiel gegen den FSV Mainz 05.

Fazit zur Bor. Dortmund – Mainz 05 am 19.04.14

Borussia Dortmund präsentiert sich zum Ende der Saison in Siegeslaune, gewann die letzten vier Partien und befindet sich damit klar auf Champions-League-Kurs. Okazaki traf zwar zum fünften Mal in seiner Bundesligakarriere doppelt, fand mit seiner Mannschaft aber in Reus, der an 13 von 28 Torschüssen beteiligt war, und Kollegen seinen Meister. Am 32. Spieltag muss der BVB nach Leverkusen (26.04.14, BayArena, 18.30 Uhr, live bei Sky) und Mainz kann seinen Europa-League-Rang gegen den 1. FC Nürnberg zu Hause verteidigen (26.04.14, Coface Arena, 15.30 Uhr, live bei Sky).