1. FC Nürnberg – Bor. M’Gladbach

Der 1. FC Nürnberg verlor zuletzt gegen den SC Freiburg trotz zweimaliger Führung am Ende mit 2:3 und damit wertvolle Punkte im Abstiegskampf. Dass die Franken damit wieder mittendrin stecken, belegen fünf Niederlagen aus den letzten sechs Partien. Die Befreiung gegen Stuttgart (2:0) ist wieder verpufft. Ganz anders sieht es bei den  Gästen aus Gladbach (Grundig-Stadion, 15.30 Uhr, live bei Sky) aus, die nach langer Durststrecke den dritten Sieg im vierten Spiel sicherten. Mit dem 3:1 gegen Hamburg am 30.03. konnte der Europa-League-Platz 6 gehalten werden.

Unter der Woche sah sich der Club mit Vorwürfen gegen Teile der Ultras konfrontiert. Beim Auswärtsspiel in Freiburg seien diese auf ein Freiburger Fanprojekt losgegangen. Ermittlungen sind bereits eingeleitet. Aber nicht nur die Fans, auch der Trainer ließ gewaltig Dampf ab. Gertjan Verbeek kritisierte das Schiedsrichtergespann und echauffierte sich über seinen Freiburger Kollegen Christian Streich: „Wie ein Verrückter. Er hat mich beschimpft.“ Dieser wies alle Vorwürfe von sich.

Direkter Vergleich ausgeglichen

Haben Markus Feulner (l.) und der Club im Abstiegskampf nur das Nachsehen? Getty Images

Aber zurück zum Sportlichen: Die Bilanz beider Mannschaften zeigt sich relativ ausgeglichen. In den letzten sechs Aufeinandertreffen konnte jede Mannschaft je drei Spiele für sich entscheiden. Sowohl der FCN als auch die Borussia präsentieren sich dabei sehr heimstark. Nürnberg gewann 18 von 28, Gladbach 19 von 29 Heimspielen. Auswärts konnten die Fohlen vom Niederrhein jedoch nur sechs Mal triumphieren.

Europa-Lust vs. Abstiegs-Frust

Dieses Mal muss zudem Innenverteidiger Martin Stranzl passen, da er sich im Spiel gegen Hamburg eine Teilruptur der Innenbänder am rechten Sprunggelenk zuzog. Nürnberg muss neben verletzungsbedingten Ausfällen auch auf Emanuel Pogatetz (Gelb-Rot-Sperre) und Niklas Stark (5. Gelbe) verzichten. Für Nürnberg geht es dabei weiterhin gegen den Abstieg. Nur zwei Punkte trennen den Club vom Abstiegsrang. Ein weiterer Sieg könnte hingegen wieder Plätze gut machen. Aber auch für die Fohlen geht es um einiges. Der Europa-Pokal ist greifbar. Nach vorne ist mit einem Sieg sogar Platz vier möglich. Ein Entscheidungsspiel für beide Teams.

Gladbachs Patrick Herrmann will sich nicht von Nürnberg um Kiyotake stoppen lassen. Getty Images

Dass mit Nürnberg zu rechnen ist, zeigen auch die Quoten der Wettanbieter. Der Club steht mit einer durchschnittlichen Quote von 3,27 zwar schlechter da als die Borussia (ø-Quote 2,16), ist aber nicht so abgeschlagen, wie es die Tabellenkonstellation vermuten ließe. Die Tatsache, dass Nürnberg in fünf der letzten sechs Bundesligapartien jeweils mindestens zwei Tore kassierte, spiegelt sich ebenfalls in den Quoten wieder, die in der Summe drei Tore prognostizieren. Obwohl keine der letzten elf Nürnberger Partien unentschieden endete, wäre eine Absicherung der Gladbacher Überlegenheit mit einer Doppelten Chance (X2) oder eine entsprechende Handicap-Wette auf Gladbach (Handicap 0:1) unter Umständen sinnvoll. Da Zweikämpfe in der Luft des einen Stärke (Nürnberg) und des anderen Schwäche (Gladbach) sind, müssen die Fohlen ihre Chancen vermutlich überwiegend über die individuellen Fertigkeiten herausspielen.

Fazit und Wettquoten zu Nürnberg – Gladbach 05.04.2014

Beide Mannschaften spielen viel in ihrer eigenen Hälfte. Sofern Fehler ausbleiben, könnte es daher phasenweise zu einer ausgeglichenen Partie kommen. Da aber beide Trainer defensives Stammpersonal ersetzen müssen, werden vermutlich einige Konter entstehen. Die konsequente Umsetzung dieser Chancen ist das Mittel zum Erfolg. Nürnberg wirkt angeschlagen, sollte aber nicht unterschätzt werden. Nichtsdestotrotz geht Gladbach leicht favorisiert in die Partie.

Aktuelle Wettquoten 1. FC Nürnberg vs. Bor. M’Gladbach

Sieg 1. FC Nürnberg 3,30 @bet365
Unentschieden 3,40 @tipico
Sieg Bor. M’Gladbach 2,00 @Interwetten

Wir tippen auf einen knappen Gladbach-Erfolg.

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