Hertha BSC – 1899 Hoffenheim

Anthony Modeste, Sejad Salihovic und Roberto Firmino ließen die TSG 1899 Hoffenheim am vergangenen Wochenende jubeln, weil ihre Treffer für den 3:3-Endstand beim FC Bayern München sorgten. Nach diesem Ereignis – als solches ist ein Unentschieden gegen den übermächtigen Meister der Fußball-Bundesliga durchaus zu bezeichnen, gelang es doch zuvor nur Freiburg und Leverkusen – geht für die Hoffenheimer der Punktspiel-Alltag etwas weniger spektakulär weiter. Am Sonntag um 17.30 Uhr (live bei Sky) treten sie bei Hertha BSC Berlin an. Der Aufsteiger steht vor heimischem Publikum unter Druck, datiert der letzte Sieg im Olympiastadion doch vom 13. Dezember vergangenen Jahres (3:2 gegen Bremen).

Hertha rutscht ab

Ein Mosaiksteinchen in Hoffenheims Offensiv-Ensemble: Edeltechniker Sejad Salihovic. Getty Images

2014 ist die gut in die Runde gestartete Hertha von der Rolle. Zwar ließ sie durch ein 3:0 in Hamburg und ein 2:1 in Stuttgart aufhorchen, viel mehr aber brachte die Luhukay-Elf nicht zustande; noch zwei Remis (gegen Freiburg und Mainz) und sieben Niederlagen. Zuletzt setzte es sogar vier Pleiten in Folge bei einem erzielten Treffer. Dank des guten Polsters aus der Hinrunde bedeutete die schlechte Bilanz für die Hertha nur ein Abrutschen auf Rang zehn und keine Verwicklung in den Abstiegskampf. Entsprechend bewahrt Luhukay die Ruhe: „Für uns ist das eine normale Situation. Wir hatten erwartet, dass es mal nicht so gut läuft. Wir wissen, woher wir kommen“, erinnerte der Berliner Coach im „kicker“ an den Aufsteigerstatus seiner Mannschaft.

Hurra – die Torfabrik ist da

So entwickelt sich die Partie gegen Hoffenheim zu einem Duell unter punktgleichen Tabellennachbarn, die kaum noch von Europa träumen dürfen, aber auch keine Abstiegssorgen mehr haben. Auf völlig unterschiedliche Weise sind beide Mannschaften zu ihren 36 Punkte gekommen: Hoffenheim im Hurra-Stil (63:62 Tore), die Hertha minimalistisch (36:39 Tore). Ob die Gäste ihrer starken Quote von 2,25 Treffern pro Partie treu bleiben? In den jüngsten drei Spielen trafen sie jeweils dreimal und rangen damit Leverkusen und Hannover nieder und den Bayern ein Unentschieden ab.

Zünden Roberto Firminio (r.) und Hoffenheim in der Hauptstadt das nächste Tor-Feuerwerk? Getty Images

Unter der Woche erlebte die TSG jedoch einen Moment, der das Bundesligageschäft in den Hintergrund rücken ließ: Boris Vukcevic, nach seinem schweren Autounfall vor 18 Monaten derzeit in der Rehabilitationsphase, besuchte seine Teamkollegen Roberto Firmino (Foto) und Co. erstmals in dieser Saison. Einen Rückkehrer gab es auch bei der Hertha, allerdings hatte dieser mit Sprunggelenksproblemen nur einen Tag pausiert: Ronny meldete sich im Training zurück und wird Luhukay am Sonntag ebenso zur Verfügung stehen wie Sebastian Langkamp, dessen Schulterverletzung aus dem Dienstagstraining sich als weniger schwer erwies als zunächst befürchtet. Weiterhin verzichten muss die Hertha auf ihren Kapitän Fabian Lustenberger (Muskelfaserriss), wie der „kicker“ meldete.

Fazit und Wettquoten zu Hertha BSC – 1899 Hoffenheim

Tipico räumt Hertha mit einer Quote von 2,40 größere Siegchancen ein, führt Hoffenheim mit 3,10 und setzt für ein Remis bei 3,30 an. Bei bwin lautet die Verteilung: 2,40 für einen Berliner Erfolg, 3,60 für ein Unentschieden und 2,65 für einen Hoffenheimer Sieg.Auch wenn die Formkurve nicht dafür spricht – die Bilanz zumindest legt einen Hertha-Sieg nahe. Bisher begegneten sich beide Mannschaften siebenmal in der Bundesliga, dabei gingen die Berliner in vier Fällen als Sieger vom Platz. Zwei Dreier gab es für Hoffenheim. Schon im Hinspiel behauptete sich Hertha mit 3:2. Allerdings war der Aufsteiger zu diesem Zeitpunkt noch auf Europapokal-Kurs, während Hoffenheim als Abstiegskandidat gehandelt wurde. Beides ist nicht mehr der Fall.

Aktuelle Wettquoten Hertha BSC vs. 1899 Hoffenheim

Sieg Hertha BSC 2,40 @tipico
Unentschieden 3,75 @BetVictor
Sieg 1899 Hoffenheim 2,70 @bet365

Wir tippen auf ein torreiches Unentschieden.

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