Hannover 96 – Hamburger SV

Trainer gegen ehemaligen Klub, Nordderby, Abstiegsduell – was die Begegnung zwischen Hannover 96 und dem Hamburger SV am Samstag, 12. April (HDI-Arena, 15.30 Uhr, live bei Sky) an Brisanz birgt, würde locker für drei Partien reichen. Während die Hanseaten nach drei sieglosen Spielen in Folge durch den 2:1-Heimerfolg gegen Leverkusen im Abstiegskampf Selbstbewusstsein getankt haben, befinden sich die Gastgeber in einer Ergebniskrise: In den jüngsten vier Spielen setzte es vier Pleiten für die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut, der den aktuellen HSV-Coach Mirko Slomka im Dezember 2013 bei 96 ablöste. Nur noch zwei Punkte trennen deshalb den Tabellen-13. vom Relegationsplatz – den die Hamburger einnehmen.

Mehr Alternativen für Slomka

HSV-Coach Mirko Slomka will an alter Wirkungsstätte siegen. Getty Images

Die Historie verheißt nichts Gutes für die Hausherren, die in 51 Spielen gegen den HSV 21-mal verloren. Nur jeweils 15 Siege und 15 Remis stehen zu Buche. Zudem steht Hannover nach der 0:3-Derbyschmach in Braunschweig unter gewaltigem Druck: Gewinnt Hamburg, findet sich 96 auf dem „Zitterplatz“ wieder. Nicht nur deshalb ist Korkut derzeit alles andere als zu beneiden. Neben der moralischen Aufbauarbeit muss er sich überlegen, wie er die Ausfälle von Szabolcs Huszti (Gelbsperre) und Andre Hoffmann (Rotsperre) kompensieren soll. Seinem Gegenüber Slomka dürfte das Arbeiten momentan leichter fallen. Die zuletzt angeschlagenen und verletzten Pierre-Michel Lasogga, Rafael van der Vaart, Ivo Ilicevic und Jacques Zoua sind wieder ins Training eingestiegen und könnten somit im richtungweisenden Spiel zur Verfügung stehen, während Milan Badelj (Muskelfaserris) passen müssen wird.

Vor dem Schicksalsspiel gegen seinen Ex-Klub betonte Slomka auf der Vereinshomepage noch einmal, um was es geht: „Keiner lehnt sich hier jetzt zurück. Die Stadt, das Team und das Umfeld – alle halten zusammen.“ Korkut redete seine Elf ebenfalls stark: „Die Mannschaft hat zuletzt Rückschläge erlitten, aber sie wird zurückkommen“, wird der Coach auf dem Internetauftritt der Hannoveraner zitiert. An das Hinspiel, das Hamburg mit 3:1 für sich entschied, sollte sich 96 lieber nicht erinnern. Wohl aber an den jüngsten Auftritt vor heimischem Publikum im Februar 2013, als man den Nordrivalen – noch mit Mirko Slomka an der Seitenlinie – mit 5:1 vom Platz fegte. Zwei Fakten dürften den Korkut-Schützlingen außerdem Mut machen: Der letzte Hamburger Sieg in Hannover liegt fast sieben Jahre zurück. Außerdem verlor der HSV die letzten sechs Auswärtspartien allesamt und hat seit Ende Oktober 2013 (3:0 in Freiburg) in der Fremde nicht mehr gewonnen.

Torarme Partie?

Trifft er endlich wieder? Rafael van der Vaart wartet seit 12 Partien auf ein Tor. Getty Images

Die Buchmacher schreiben den Gastgebern die etwas größeren Siegchancen zu, legen die Quoten dafür bei 2,30 fest. Für einen Hamburger Erfolg bewegen sich die Angaben bei 2,90, für ein Remis bei 3,45. Eine Einzelwette auf Unentschieden könnte daher attraktiv sein, ist allerdings aufgrund der Konstellation durchaus riskant. Für beide geht es um viel, der Ausgang ist offen – von daher käme eine Drei-Weg-Wette in Betracht. In der Rückrunde präsentierten sich Hannover (13:23 Tore) und Hamburg (12:22) harmlos und anfällig. Im Schnitt erzielt 96 1,24 Tore pro Spiel, der HSV 1,55. Eine Over/Under-Wette (unter 2,5) könnte sich deshalb lohnen.

Fazit und Wettquoten zu Hannover – Hamburg am 12.04.14

In beiden Lagern weiß man um die große Bedeutung der Partie. Die verunsicherten Hannoveraner müssen den im Aufwind befindlichen, aber auswärtsschwachen Hamburgern alles entgegensetzen, um nicht vollends in den Tabellenkeller zu rutschen. Ein Vorteil der Gäste könnte allerdings der erfahrenere Trainer sein. Slomka wird seine Mannschaft gegen seinen Ex-Klub heiß machen und taktisch perfekt einstellen.

Aktuelle Wettquoten Hannover 96 vs. Hamburger SV

Sieg Hannover 96 2,30 @Interwetten
Unentschieden 3,50 @mybet
Sieg Hamburger SV 3,10 @tipico

Wir tippen auf einen knappen Auswärtssieg.

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