Review: Hamburger SV – SC Freiburg

Am  Mittwochabend um 20:00 Uhr kam es zum Abstiegsduell zwischen dem Hamburger SV und dem SC Freiburg. Die Mannschaften trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden, das keinem der beiden Teams so richtig weiterhilft.

„Wenn man eine Druckphase hat und das Tor nicht macht, dann kommt man immer in Unruhe. Und das passiert der Mannschaft natürlich in einer Situation, in der sie unten drinsteckt, umso mehr und häufiger“, analysierte Mirko Slomka nach der Partie. Die Enttäuschung war ihm ins Gesicht geschrieben, ebenso wie seinem Pendant Christian Streich. Beide umarmten sich nach der Partie kurz aber innig – sie konnten die Situation des Kollegen nur allzu gut nachfühlen.

Hamburg besser

Hamburgs Badelj und Freiburgs Klaus scheuten keinen Zweikampf. Getty Images

„Der HSV war in der ersten Halbzeit überlegen, wir hatten nicht die Chance, uns zu befreien. In der zweiten Halbzeit war es dann besser. Letztlich hat sich der HSV das Unentschieden aber mehr als verdient, wobei auch wir einen Punkt verdient haben, weil wir dem HSV standgehalten haben“, sagte Streich nach der Partie und untermauerte seinen Ruf als fairer Sportsmann. Durchaus hatten die Hanseaten an diesem Abend mehr vom Spiel. Das hatten aber schon viele Mannschaften gegen die Breisgauer. Dennoch lobte Slomka seine Elf, vor allem auf Grund ihrer Moral: „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie zumindest noch den Ausgleich gemacht hat. Wir hatten 20 Torschüsse, alleine Pierre-Michel hatte zehn.“ Der eine Punkt rettet dem HSV trotzdem nur den Relegationsplatz, da der 1. FC Nürnberg drei Punkte einfahren konnte. Nun sind die letzten fünf Mannschaften nur fünf Punkte getrennt. Ein echter Abstiegskrimi!

Drei Sechs-Punkte-Spiele für Freiburg

Matthias Ginter (v.) will sich aus dem Abstiegskampf befreien. Getty Images

Und die kommenden Spieltage werden nicht einfacher. Das Restprogramm des HSV ist in den kommenden fünf Partien ein ganz hartes Stück Arbeit. Nach Gladbach folgen Leverkusen, Hannover, Wolfsburg und die starken Augsburger. Die Freiburger haben dagegen in den kommenden drei Spielen sogenannte Sechs-Punkte-Spiele gegen direkte Konkurrenten. Am Samstag um 18:30 Uhr (Live bei SkySport) empfängt man den 1. FC Nürnberg. Danach folgen der VfB Stuttgart und Eintracht Braunschweig. Sogenannte Schicksalswochen für die Streich-Elf also…

Vieles hatte vor der Partie für mindestens drei Tore gesprochen. Die Chancen waren auch da, aber am Ende reichte es knapp nicht. Aus dem Abstiegskampf ist ein Abstiegskrampf geworden. Abschlussschwäche und viele Fehlpässe im Aufbau waren die Folge. Bei den Buchmachern war der HSV Favorit, die Quote jedoch trotzdem über 2,0. In den neunzig Minuten hat man gesehen warum. Eine gute Konfiguration der Buchmacher, das muss man zugeben.

Fazit zum Spiel Hamburg – Freiburg vom 26.03.14

Nach den hohen Siegen des SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen (sieben Tore in zwei Spielen), fiel man in Hamburg in alte Muster zurück. Kein Kombinationsspiel und die Kontrolle wurde komplett an die Hausherren abgegeben. Dementsprechend fiel auch nur ein glückliches Tor. Damit stellt der Sportclub weiterhin die zweischlechteste Offensive der Liga. Gerade einmal 30 Treffer in 27 Spielen ist eine magere Bilanz. Nur Schlusslicht Eintracht Braunschweig ist mit 24 Treffern schlechter. Ob sie das gegen Nürnberg wieder besser machen?