Argentinien – Iran

Der Gruppenfavorit Argentinien spielt im zweiten Gruppenspiel am Samstag (21.06.2014, 18:00 Uhr MEZ, Estadio Mineirao, live in der ARD) gegen den Außenseiter Iran. Das Team Melli galt als sicherer Gruppenletzter, trotze als Underdog in der ersten Partie aber Nigeria einen Punkt ab (0:0). Andersherum taten sich die Albiceleste gegen den WM-Neuling Bosnien überaus schwer und siegten am Ende nur dank eines Eigentores und eines Geniestreiches von Lionel Messi (2:1).

Als einziger Sieger der Gruppe F führt Argentinien aber bereits seine Vorrundengruppe an und kann mit einem erneuten Dreier bereits fürs Achtelfinale planen.

Keine Oase in Sicht

Voller Einsatz. Nur so hat der Iran um Ashkan Dejagah eine Minimalchance gegen Argentinien. Getty Images

Der Iran nimmt erst zum vierten Mal an einer WM-Endrunde teil und gab sich nach dem Punktgewinn erleichtert und optimistisch. Der Schlüssel zum Erfolg sei, laut Trainer Queiroz gegenüber fifa.com, die „ausgesprochen hohe Motivation und Einsatzbereitschaft der Spieler“ gewesen. Auch ein Funken Hoffnung schwang mit: „Das Wichtigste, was wir aus dieser Partie mitnehmen, ist, dass wir mit dieser hohen Motivation gute Ergebnisse erzielen können.“ Gegen Argentinien dürfte ein gutes Ergebnis bereits eine knappe Niederlage sein. Es ist zu erwarten, dass sich die 16 Jahre anhaltende Durststrecke des Team Melli bei Weltmeisterschaftsendrunden vorerst verlängert: 1998 siegte der Iran zuletzt (2:1 gegen die USA).

Flaute beendet, folgt die Gala?

Tor-Fluch besiegt. Lionel Messi will gegen den Iran weitere Treffer folgen lassen. Getty Images

Wir wussten, dass dies nicht unser bestes Spiel werden würde. Es kam darauf an zu gewinnen“, beschreibt Mascherano das mühsame Auftaktspiel gegenüber fifa.com. Im Nachsatz lässt er noch auf glanzvollere Auftritte der Gauchos hoffen: Jetzt ist die Anfangsnervosität verschwunden.“ Immerhin traf ihr wichtigster Akteur, Lionel Messi, nach 623 torlosen Minuten bei Weltmeisterschaften endlich wieder den Kasten. Sollte der vierfache Weltfußballer des Jahres gegen den Iran nachlegen, steht Argentinien bereits mit einem Bein im Achtelfinale. Bereits ein Punktegewinn des Team Melli gegen Argentinien wäre eine Sensation. Mit einer Niederlage käme es auf das letzte Spiel gegen Bosnien und Herzegowina an. Zumindest in einer Hinsicht starten Argentinien und Iran mit einem Unentschieden in die Partie: bei beiden Mannschaften ist ein Spieler verwarnt (Iran: Teymourian, Argentinien: Rojo).

Damit enden die Gemeinsamkeiten. Die Buchmacher sehen die Sachlage eindeutig: die Quote für einen iranischen Sieg entspricht teilweise mehr als dem 20-fachen der argentinischen Quote: bet-at-home bietet für einen Sieg der Albiceleste eine 1,10-Quote, für den Sieg Irans eine 25,00-Quote. Auch ein Handicap ändert wenig. Startet der Iran bei einer entsprechenden Wette mit einem Tor Vorsprung in die Partie (Handicap 1:0 für Iran), bietet Interwetten lediglich eine 1,35-Quote auf den Sieg Argentiniens. Divergierende Tendenzen weisen zudem die letzten Partien der beiden Mannschaften im FIFA World Cup auf: In den letzten vier argentinischen Spielen fielen mehr als 2,5 Tore, während in acht der letzten neun Begegnungen mit iranischer Teilnahme weniger als 2,5 Tore fielen. Für entsprechende Wetten bieten Buchmacher wie tipico ebenfalls sehr unterschiedliche Quoten. Für einen Tipp auf mehr als 2,5 Tore (+) gibt es dort bei einer „Über/Unter (2,5)“-Wette eine 1,45-Quote, für einen Tipp auf weniger als 2,5 Treffer (-) eine Quote von 2,7.

Legt Messi nach, gewinnt Ihr

Endlich: Lionel Messis Torlosigkeit bei WM-Endrunden ist durchbrochen. Der argentinische Dribbelkünstler schoss das entscheidende Tor gegen Bosnien. Der Mann vom FC Barcelona weiß sich auf engem Raum zu bewegen und ist stets für ein Tor gut. Eine Wette auf ein Tor von ihm erzielt bei bet365 zwar nur eine 1,44-Quote, wer auf ihn als ersten oder letzten Torschützen tippt, kann die Quote aber auf 3,20 erhöhen.

Fazit & Wettquoten zu Argentinien – Iran am 21.06.2014

Argentinien geriet als Favorit im ersten Spiel gegen starke Bosnier ins Straucheln. Messi machte ein weiteres Mal den Unterschied. Mit dem Sieg im Rücken können die Gauchos befreit aufspielen gegen einen Gegner, der eindeutiger Außenseiter ist. Der Iran konnte in der Defensive bereits einen Punkt gegen Nigeria gewinnen. Es bleibt aber fraglich, ob die Verteidigung den südamerikanischen Individualkünstlern gewachsen ist. Ein weiterer Punkt bleibt voraussichtlich ein Wunschtraum.

Voraussichtliche Aufstellungen

Argentinien: Sergio Romero – Armando Campagnaro, Federico Fernandez, Ezequiel Garay, Pablo Zabaleta, Marcos Rojo, Javier Mascherano, Maxi Rodriquez, Angel di Maria, Lionel Messi, Sergio Aguero.

Bank: Gonzalo Andujar, Augustin Orion – Fernando Gago, Jose Basanta, Martin Demichelis, Ricardo Alvarez, Augusto Fernandez, Enzo Perez, Ezequiel Lavezzi, Rodrigo Palacio, Lucas Biglia, Gonzalo Higuain. – Trainer: Alejandro Sabella.

Iran: Alireza Haghighi – Seyed Hosseini, Hossein Sadeghi, Pejman Montazeri, Mehrdad Pooladi, Khosro Heydari, Javad Nekounam, Andranik Teymourian, Ehsan Hajsafi, Ashkan Dejagah, Reza Ghoochannejad.

Bank: Rahman Ahmadi, Daniel Davari – Ahmad Alenemeh, Hashem Beikzadeh, Mehrdad Beitashour, Hossein Mahini, Ghasem Hadadifar, Masoud Shojaei, Alireza Jahanbakhsh, Reza Haghighi, Bakhtiar Rahmani, Karim Ansarifard. – Trainer: Carlos Queiroz.

Unser Tipp: Argentinien wird der Favoritenrolle gerecht und siegt eindeutig.